Beiträge getagged mit Bundesarbeitsgericht

Attest darf am ersten Krankheitstag gefordert werden

Zwar ist laut Gesetz schon lange klar, dass Arbeitgeber ab dem ersten Krankheitstag ein Attest fordern dürfen. Jedoch kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Uneinigkeiten zwischen Unternehmen und ihren Arbeitnehmern. Diese Uneinigkeiten dürften sich jetzt erledigt haben, denn das Bundesarbeitsgericht entschied am 31. Oktober in Erfurt zu Gunsten der Arbeitgeber und bestätigte damit aktuell geltendes Recht.

Geklagt hatte eine Mitarbeiterin des Westdeutschen Rundfunks, die aufgrund einer Krankmeldung aufgefordert wurde, zukünftig ab dem ersten Krankheitstag ein Attest vorzulegen. Sie empfand dies als Verstoß gegen das Schikaneverbot, da diese Pflicht nicht für andere Mitarbeiter des Unternehmens galt. Nun wurde bestätigt, dass Arbeitgeber bei Krankheit, auch ohne Grund, umgehend ein Attest verlangen dürfen. Es muss also kein Verdachtsmoment vorliegen, dass die Krankheit nur vorgetäuscht ist. Zum Rest des Beitrags »

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Anspruch auf Bezahlung von Überstunden in Unternehmen

In Deutschland werden jährlich Millionen Überstunden geleistet. Die Regelungen zur Abgeltung dieser Mehrarbeit sind in den Unternehmen unterschiedlich. In manchen Branchen werden die Stunden abgebummelt, selten werden sie bezahlt. Das Bundesarbeitsgericht in Deutschland hat nun entschieden, wer Mehrarbeit leistet, soll auch dafür entlohnt werden.

Anspruch auf Bezahlung der Überstunden bei Gering- und Normalverdienern

Ein Lagerarbeiter hat in dreijährigem Rechtsstreit durch sämtliche Instanzen für die Bezahlung der Überstunden geklagt. Das Bundesarbeitsgericht hat nun entschieden, dass viele Arbeitnehmer einen Anspruch auf die Bezahlung geleisteter Mehrarbeit haben. In der Urteilsbegründung (Az: 5 AZR 765/10) wird ausgeführt, dass alle Arbeitnehmer, die weniger als 67.200 Euro im Westen und 57.600 Euro im Osten verdient, sich die Überstunden auch im Nachhinein noch vergüten lassen kann. Zum Rest des Beitrags »

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Bundesarbeitsgericht setzt Kettenbefristungen Grenzen

Viele Arbeitnehmer besitzen heute nur befristete Arbeitsverträge. Dabei kommt es häufiger vor, dass auch bei längeren Beschäftigungsverhältnissen grundsätzlich die Befristung beibehalten wird, indem immer wieder neue befristete Verträge geschlossen werden. Man spricht in diesem Fall von sogenannten Kettenbefristungen. Bislang war es für Arbeitgeber relativ einfach, Kettenbefristungen zu vereinbaren, solange ein ’sachlicher Grund‘ im Sinne des Teilzeit- und Befristungsgesetzes gegeben war. Zum Rest des Beitrags »

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Wer aufgrund eines Streiks zu spät zur Arbeit erscheint: Konsequenzen für den Arbeitnehmer

In weiten Teilen Deutschlands ruft die Lokführergewerkschaft GDL immer wieder zu temporären Warnstreiks im Personenverkehr auf. Dies betrifft nicht nur den Fernverkehr, sondern auch zunehmend den Regionalverkehr sowie innerstädtische S-Bahn-Linien. Aufgrund dem oftmals stundenlangen Ausfall von Zügen und den damit einhergehenden Verspätungen im Nah- und Fernverkehr stehen viele Arbeitnehmer in diesen Tagen vor dem Problem, dass sie mit erheblicher Verspätung am Arbeitsplatz erscheinen.

Einige sind durch die Warnstreiks auf das Auto umgestiegen, allerdings gibt es eine Vielzahl von Pendlern, die auf die Züge angewiesen sind, um die Arbeitsstelle erreichen zu können. Das Bundesarbeitsgericht hat sich in einem Urteil zu diesem Thema bereits geäußert und verweist darauf, dass sowohl Nacharbeitung der verspäteten Arbeitszeit als auch eventuelle Lohnkürzungen für das Zuspätkommen legitime Mittel der Arbeitgeber sind.

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