Urlaubszuschuss vom Chef mit steuerfreier Beihilfe


Urlaub und Erholung zählen zu den schönsten Zeiten des Jahres, die leider meist nur zu schnell wieder vorbei sind. Nur wenige Arbeitnehmer wissen aber, dass der Arbeitgeber diese schönen Wochen zusätzlich durch Beihilfen versüßen kann, die unter gewissen Umständen sogar steuerfrei sein können oder zumindest mit einem niedrigen Pauschalsteuersatz versteuert werden.

Steuerfreie Beihilfen zur Erholung

In dieser Kategorie gibt es mehrere Möglichkeiten. Wenn ein Arbeitgeber sich einer Kur unterziehen muss, um seine Gesundheit wiederherzustellen und beruflich voll leistungsfähig zu werden, In diesem Fall sind sogenannte Erholungsbeihilfen bis zu einem Betrag von 600 Euro pro Jahr steuerfrei, wenn vom Finanzamt definierte Bedingungen erfüllt werden. Erholungsbeihilfen können auch eingesetzt werden, wenn Kinder von Mitarbeitern zu einer Kur müssen, die der Wiederherstellung ihrer Gesundheit dient. Andere Maßnahmen, die zur Entspannung, dem Abbau von Stress oder der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens dienen, können jährlich mit einem Betrag bis zu 500 Euro steuerfrei unterstützt werden. In diesen Bereich fallen zumeist Maßnahmen, die von den Krankenkassen empfohlen werden.

Steuervergünstigte Erholungsbeihilfen

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer bis zu 156 Euro jährlich als Erholungsbeihilfe zu zahlen. Der Ehepartner des Arbeitnehmers kann mit einem maximalen Zuschuss von 104 Euro im Jahr rechnen und die Kinder mit maximal 52 Euro pro Kind. Diese Erholungsbeihilfen sind sozialversicherungsfrei und werden pauschal mit 25 Prozent versteuert. Zwar muss der Arbeitgeber die Steuer tragen, kann sie aber auf den Arbeitnehmer umlegen. Beide Formen der Erholungsbeihilfe, die steuerfreie und die pauschal versteuerte können in Form von Geld oder als Sachleistungen (Reisebuchung, Hotelzimmer und ähnliches) geleistet werden.

Was sollte beachtet werden?

Die Erholungsbeihilfen können auch dann gewährt werden, wenn der Arbeitnehmer seinen Urlaub zu Hause verbringt. In diesem Fall sollten aber Quittungen und Belege beigebracht werden, die beweisen, dass der Urlaub zur Erholung diente. Das können zum Beispiel Rechnungen für Kurztrips oder für den Besuch von Freizeitparks oder Zoologischen Gärten und anderen Einrichtungen sein. Obwohl auch der Arbeitgeber von den Erholungsbeihilfen profitiert, weil er damit Steuern spart, stellen sie eine freiwillige Leistung dar. In kleineren Betrieben kann es durchaus lohnend sein, den Chef darauf aufmerksam zu machen, da diese Art der Belohnung wertvoller Mitarbeiter noch relativ unbekannt ist. In größeren Firmen wendet man sich am besten in dieser Angelegenheit an den Betriebsrat, der empfehlen kann, was zu tun ist und ob sich ein Antrag auf eine Erholungsbeihilfe lohnt.

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